Hämopyrrollaktamurie/Kryptopyrrolurie (KPU ist ein veralteter Name für HPU) ist eine erbliche Stoffwechselstörung, die auf einen Enzymdefekt zurückzuführen ist. Durch diesen lassen sich im Urin Hämopyrrollaktam-Zink-Chelat, bzw. Kryptopyrrole nachweisen.

Bei den von Hämopyrrollaktamurie/Kryptopyrrolurie Betroffenen kommt es zu einem chronischen Mangel an Zink, Vitamin B6 und Mangan.

Die Bejahung folgender Fragen macht eine Hämopyrrollaktamurie/Kryptopyrrolurie wahrscheinlich:

1. Haben Sie blasse Haut, bzw. verbrennen Sie schnell in der Sonne, bzw. hat sich Ihr Bräunungsverhalten im Laufe der Zeit verändert?

2. Haben sie weniger Kopf-, Augenbrauen- oder Wimperbehaarung oder haben Sie frühzeitig graue Haare bekommen?

3. Können Sie sich schlecht an Träume erinnern?

4. Ziehen Sie sich oft von sozialen Kontakten zurück? Vermeiden Sie äußeren Stress, damit Sie Ihre emotionale Balance nicht verlieren?

5. Haben Sie sich seit Ihrer Kindheit ängstlich, panisch oder angespannt gefühlt, diese Gefühle aber immer vor Ihrer Umwelt verborgen? Fühlen Sie sich oft überfordert?

6. Können Sie sich schlecht an vergangene Menschen oder Ereignisse in Ihrem Leben erinnern?

7. Haben Sie depressive Schübe oder Schübe von Erschöpfung?

8. Leiden Sie unter Cluster-Kopfschmerzen (einseitige Attacken)?

9. Sind Ihre Augen sensibel bezüglich Sonnenlicht?

10. Werden in Ihrer Familie vorwiegend Mädchen geboren?

11. Leiden Sie häufig unter Erkältungen, Infektionen, Fieber oder ähnlichem?

12. Vermeiden Sie in Ihrer Ernährung Protein? Waren Sie jemals Vegetarier?

13. Sind Sie später als andere in Ihre Pubertät gekommen?

14. Haben Sie weiße Flecken auf Ihren Fingernägeln, bzw. sind diese papierdünn?

15. Haben Sie Hautprobleme wie Akne, Ekzeme oder Psoriasis? Haben sie manchmal heftig juckende Haut?

16. Sind Sie lieber in Gesellschaft von ein bis zwei guten Freunden, als in einer Gruppe? Oder ziehen Sie sich oft gänzlich von Menschen zurück?

17. Haben Sie Dehnungsstreifen?

18. Haben Sie an sich einen süßen (fruchtigen) Geruch bemerkt (Atem oder Schweiß), wenn Sie gestresst sind?

19. Haben oder haben Sie verkeilte Vorderzähne?

20. Frühstücken Sie lieber nicht, bzw. ist Ihnen morgens übel?

21. Ist Ihr Gesicht oft unter Stress geschwollen?

22. Leiden Sie unter Appetitmangel, Geruchs- oder Geschmacksverlust?

23. Haben Sie gelegentlich Schmerzen im Oberbauch (in der Milzgegend)? Hatten Sie als Kind oft Seitenstechen?

24. Sind Sie eher auf sich als auf die Außenwelt fokussiert?

25. Sind Sie oft erschöpft?

26. Fühlen Sie sich in Gegenwart fremder unwohl?

27. Schmerzen oder knacken Ihre Knie?

28. Reagieren Sie übersensibel auf Alkohol, Beruhigungsmittel, Barbiturate oder andere Drogen, sodass schon kleine Menge einen erhöhten Effekt haben?

29. Vermeiden Sie es in einem vollen Restaurant in der Mitte des Raumes zu sitzen?

30. Sind Sie anämisch?

31. Haben Sie kalte Hände und Füße?

32. Reagieren Sie sensibel auf Kritik (innerlich)?

33. Leiden Sie morgens öfters unter Verstopfung?

34. Haben Sie in Ihren Armen oder Beinen Kribbelgefühle oder Muskelkrämpfe? Fühlen sich Ihre Glieder (morgens) manchmal taub an?

35. Fühlen Sie sich von Wechseln in Ihrer Routine gestresst?

36. Neigen Sie dazu von einer Person abhängig zu sein, auf die Sie ihr Leben fokussieren?

37. Finden sich in Ihrer Familie Geisteskrankheiten, Seelische Verstimmungen oder Alkoholismus?

Wichtig dabei ist, dass nicht alle Fragen mit “ja” beantwortet werden müssen. Leitsymptom ist die Verschlechterung durch Stress. Ein weiterer Online Test kann hilfreich sein.

Mittlerweile sehe ich HPU/KPU schlicht und einfach als eine Mangelkrankheit an und behandle diese im Rahmen anderer Mangelerkrankungen. Es macht meines Erachtens nach keinen Sinn nur isoliert auf die Auswirkungen des Zink-, Mangan- und Vitamin B6 Mangels zu schauen.